Bruderland ist abgebrannt

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Intro Reihe

Bruderland ist abgebrannt

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache DE, VI
Untertitel EN
Genre Dokumentation
Land Deutschland
Jahr 1992
Regie Angelika Nguyen
Produktion Kerstin Leppin
Länge 28 Minuten

Im Schatten der Covid-19-Pandemie hat der Flughafen Berlin Schönefeld seine Türen ein für alle Mal geschlossen, ein Großteil seiner Infrastruktur ist im Flughafen Berlin Brandenburg aufgegangen, der im Oktober 2020 eröffnet wurde. Angelika Nguyen hat den Flughafen Schönefeld in ihrem Dokumentarfilm BRUDERLAND IST ABGEBRANNT (1991) als heterotopischen Ort porträtiert, an dem die vietnamesischen Arbeiter*innen, die wesentlich am wirtschaftlichen Aufbau Ost-Berlins beteiligt gewesen sind, reserviert verabschiedet werden. Der Film ist nicht nur ein Zeitdokument, sondern bezeugt den verwerflichen Umgang mit den vietnamesischen Gastarbeiter*innen. Nachdem sie unwürdigen Bedingungen, Beschimpfungen, Angriffen und erzwungenen Abtreibungen ausgesetzt waren, wurden die Arbeiter*innen, als das Abkommen zwischen der Sozialistischen Republik Vietnam und der DDR infolge der Wiedervereinigung null und nichtig geworden war, arbeitslos. Der Film zeigt das Leben sowohl innerhalb als auch außerhalb der Wohnheime. Die überzeugendsten Szenen wurden auf dem Flughaften Schönefeld gedreht. Hier zeigt sich, wie unfähig die deutschen Behörden waren, die abreisenden Genoss*innen respektvoll zu verabschieden. (Karina Griffith)

Angelika Nguyen, geboren 1961 in der DDR als Kind deutschvietnamesischer Eltern. Sie studierte Filmwissenschaft und ist als Autorin, Kuratorin und Filmjournalistin tätig. 2011 erschien ihr Essay „Mutter, wie weit ist Vietnam?“ über den Rassismus in ihrer Kindheit.

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.